Häufig gestellte Fragen über Alpakas

 

Alpakas sind derzeit ja noch nicht jedem geläufig und viele Besucher bei uns am Hof
stellt häufig die gleichen Fragen.
Nachfolgend die FAQs und die dazugehörigen Antworten.
Ist eine Frage offen? Dann schreibt uns doch an info@wolfachtal-alpaka.de - wir werden versuchen,
auch diese Fragen zu beantworten

 

    Spucken Alpakas?
    JA, Alpakas spucken, jedoch meist innerhalb der Herde. Durch das Spucken der Alpakas wird die Rangordnung in der Herde festgelegt. Natürlich bekommt auch ein Mensch ab und zu etwas Spucke ab. Sei es aus Versehen beim Füttern oder wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen, Alpakas haben eine sehr hohe Treffsicherheit beim Spucken. Das Spucken ist eine reine Verteidigungsform und es ist äußerst selten, dass die Tiere gezielt nach Menschen spucken.

     

    Wozu werden Alpakas gehalten?
    Alpakas werden in Deutschland für viele verschiedene Zwecke gehalten.
    Nachfolgend eine kleine Auswahl:

      - Alpakas sind als landwirtschaftliche Nutztiere anerkannt.
      - Sie liefern eine der wertvollsten Wollsorten, ähnlich Kaschmir und zusätzlich für Allergiker geeignet.
      - Sie eigenen sich gut zur Landschaftspflege, da sie die Grasnarbe schonen.
      - Sie eigenen sich auf Grund ihrer Wachsamkeit als Herdenschutztiere z.B. für Schafe.
      - Alpakas sind ruhig und friedfertig und eignen sich hervorragend als Hobby- und Freizeittiere.
      - Sie haben eine besondere Wirkung auf Kinder und Erwachsene.
      - Sie werden mit großem Erfolg als Therapietiere eingesetzt.
      - Sie eignen sich hervorragend für Wanderungen.
      - Alpakas machen einfach Spaß und Freude.

       

    Kann man Alpakas essen?
    Grundsätzlich könnte man Alpakas essen, aber bei uns ist dies eher nicht geläufig.
    In ihren Herkunftsländern (Chile, Peru, Bolivien) sieht diese jedoch anders aus.
    Dort werden sie zur Fasergewinnung und Fleischgewinnung von den Nachfahren der Inkas gezüchtet und gehalten.

     

    Wie viel kostet ein Alpaka?
    Wie bei vielen Tieren ist die Preisspanne sehr groß.
    Je nachdem, welches Geschlecht,
    Stammbaum, Statur und Faserqualität können Alpakas zwischen
    1.000,00 - 3.000,00 € in der Hobbyzucht kosten, in der professionellen Zucht bis zu mehreren zehntausend Euro.
    Der bislang teuerste Alpaka-Hengst wurde in den USA für 500.000,00 $ versteigert.

     

    Worin liegt der Unterschied zwischen Alpaka und Lama?
    Lamas und Alpakas gehören zu den Neuweltkameliden, haben aber unterschiedliche Aufgaben. Das Alpaka wird speziell zur Fasergewinnung gezüchtet und diente den Inkas zur Fleischgewinnung. Es gibt zwei Arten der Alpakas: Das Huacaya und das Suri. Das Lama ist der kräftigste Vertreter der Neuweltkameliden. Es wurde als Lastenträger gezüchtet. Lamas sind Lastentiere und ungefähr doppelt so groß wie ein Alpaka. Die Gattung umfaßt nicht nur die bekannten Arten wie Lamas und Alpakas, sondern auch die wild lebenden Arten Guanako und Vikunja. Die Neuweltkameliden, Lamas und Alpakas,  und die Altweltkameliden, Trampeltier, Kamel und Dromedar, haben gemeinsame Vorfahren.

     

    Was ist das Besondere an der Alpakawolle?
    Alpakawolle, dass "Vlies der Götter", zählt zu den edelsten Fasern der Welt, sie verfügt über ein gutes Isoliervermögen und gute thermische Eigenschaften. Die Tiere leben in ihrer Heimat in Höhen bis zu 5.000 Metern und sind mit ihrer Wolle bestens gegen Wind und Nässe aber auch gegen extreme Temperaturschwankungen gerüstet.
    Die Wolle der Alpakas ist daher sowohl für die Herstellung von Sommer- als auch für Winterkleidung geeignet. Der Alpakawolle wird ein Tragekomfort zugeschrieben, der der Kaschmirwolle ebenbürtig ist. Sie ist fein, sehr weich und liegt geschmeidig auf der Haut. Bei gleicher Feinheit des Materials fühlt sich Alpakawolle sogar weicher an, als beispielsweise Merinowolle. Ein besonderer Tipp für Allergiker ist ein aus Alpakavlies hergestelltes Steppbett, da die Wolle kein Lanolin enthält und somit besonders hautverträglich ist.

     

    Welchen Charakter besitzen Alpakas?
    Alpakas sind sehr intelligente, neugierige und lebendige Tiere, dennoch sind sie keine Kuscheltiere. Durch ihren Fluchtinstinkt bleiben sie immer ein wenig auf Distanz. Einige von ihnen lieben es, gestreichelt zu werden, aber nur so lange wie es ihnen passt. Sie hassen es beispielsweise, wenn man ihren Kopf berührt. Sie sind sehr eigen, was ihre Frisur anbelangt. Manchmal kann man durchaus beobachten, wie sie versuchen ein wenig Heu an ihre Frisur zu befestigen.  Alpakas sind sehr wehrhaft. Sie können treten und beißen, wenn sie z.B. ihre Rangordnung innerhalb der Herde festlegen. Um ihre Herde zu schützen, greifen die erwachsenen Tiere durch Schlagen mit den Forderklauen (wie bei einem Pferd) ihren Feind an. Deshalb werden sie zum Teil auch genutzt, um Schafherden vor Wildtieren zu schützen.

     

    Was ist eine Alpakatherapie?
    Tiergestützte Pädagogik und Therapie sin
    d weitere Einsatzmöglichkeiten von Alpakas.
    Ihr freundliches und ruhiges Auftreten wirkt auf Menschen mit psychischen Erkrankungen, Behinderungen, Suchterkrankungen, Traumatisierungen sowie Verhaltens- und Wahrnehmungsstörungen ausgleichend und entspannend.

     

    Kann man Alpakas mit anderen Tieren zusammen halten?
    Alpakas sind Herdentiere mit sehr ausgeprägten sozialen Strukturen und können gut mit anderen Tieren, wie z.B. Schafen, Pferden oder auch Rindern vergesellschaftet werden, dies kann aber NIE ein Ersatz für eine fehlende Herde sein!
    In diesem Fall ist der Entwurmung besondere Beachtung zu schenken. Alpakas benutzen gemeinsame Kotplätze, sie verunreinigen nicht die ganze Weidefläche wie andere Tiere.

     

    Wie viel Platz brauchen Alpakas?
    Alpakas kann und darf man nicht einzeln halten. Der Gesetzgeber schreibt 1.000 qm für die ersten 2 Tiere und je 100 qm für jedes weitere Tier vor, größer ist immer besser. Erfahrungen zeigen, dass eine Besatzdichte von 10 bis 15 Tieren je Hektar optimal ist.

     

    Was fressen Alpakas?
    Alpakas brauchen nichts anderes als Gras und Heu! Da unser Gras viel "fetter" ist, als das in den Anden, sollten sie unbedingt immer auch Heu fressen, da sie das Rauhfutter zur Verdauung brauchen! Zur Not muß man sie im Sommer abends auch einmal von der Weide sperren, wenn sie nicht von alleine ausreichend Heu nebenher fressen. Alpakas sind Wiederkäuer, allerdings mit nur 3 Mägen und nicht 5 wie etwa bei Rindern, auch der Verdauungsapparat ist nicht vergleichbar. Als Anhaltspunkt: 5 erwachsene Tiere fressen im Winter in etwa einen Kleinballen Heu in 1-2 Tagen und trinken sehr wenig, 5 Tiere etwa 10 - 20 Liter pro Tag.

     

    Was muss man bei der Haltung beachten?
    Alpakas sind relativ einfach zu halten. Sie sind an extreme Wetterbedingungen aus den Anden gewöhnt und können Temperaturen zwischen -30 und +30 Grad ertragen. Sie brauchen genügend Auslauf, einen Unterstand gegen Regen und Hitze. Eingezäunt werden sie mit Wilddraht, der Teil zwischen Stuten und Hengsten sollte jedoch deutlich stabiler sein. Hengste und Stuten sollen generell von einander getrennt gehalten werden, da der Hengst die Stute immer wieder bedrängen wird auch wenn Sie bereits gedeckt ist! Von einer Paarweisen Haltung wird also ausdrücklich abgeraten!

     

    Welche Pflege benötigen Alpakas?
    Besondere Pflegemaßnahmen brauchen Alpakas nicht. Sie müssen einmal jährlich geschoren werden, zusätzlich sollte je nach Bedarf 2-3 im Jahr entwurmt und gegen Parasiten behandelt werden. Mit 3 Monaten sollten Alpakas eine Grundimunisierung gegen die Chlostridienstämme bekommen. Dies sollte 4 Wochen später wiederholt werden. Später braucht diese Impfung nur noch einmal jährlich durchgeführt werden. Klauen und Zähne werden je nach Bedarf gekürzt.

     

    Ab wie viel Jahren können Stuten das erste Mal gedeckt werden?
    Stuten werden zwischen dem 12 - 18 Monaten geschlechtsreif. Man sollte sie mit ca. 16 Monaten das erste Mal decken lassen, vorher sind sie meist noch nicht ganz ausgewachsen. Es gibt natürlich auch Ausnahmen.

     

    Mit wie viel Jahren werden Hengste geschlechtsreif?
    Bei Hengsten tritt die Geschlechtsreife zwischen 18 Monaten und 3 Jahren ein, wobei man sie erst mit 2,5 bis 3 Jahren das erste Mal decken lassen sollte, damit ihre körperliche Entwicklung nicht eingeschränkt wird.

     

    Wie viel Fohlen bekommen Alpakas?
    Der Nachwuchs bei Alpakas nennt man Cria
    Alpakas bringen nach 11,5 Monaten Tragzeit (+/- 2 Wochen) immer nur 1 Fohlen ("cria") auf die Welt und können bereits 2-3 Wochen später erneut gedeckt werden. Das Cria wiegt in der Regel zwischen 5 - 8 kg bei der Geburt, tapst bereits nach rund 1 Stunde noch wackelig, aber neugrierig durch die neue Welt und sucht sich den Weg zur
    Muttermilch. Alpakas bringen ihre Fohlen im Normalfall immer bei Tageslicht,
    meist zwischen 10-14 Uhr auf die Welt, da sie ansonsten in den Anden bei nächtlichen Minusgraden auch nicht überleben würden.

     

    Wann und wie oft werden Alpakas geschoren?
    Alpakas werden einmal im Jahr, vor Beginn der warmen Jahrezeit geschoren. Suris manchmal auch nur alle zwei Jahre.

 

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    Wolfachtal - Alpaka

 

Wolfachtal Alpaka, Ortenburg

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